Respekt geben und erhalten

Es ist ein Naturgesetz, dass alles einen Kreislauf ergeben muss – wo genommen wird, muss auch gegeben werden – anders funktioniert es nicht.

Einer meiner Mentoren hat mir recht früh einen Ratschlag gegeben, er sagte: „Ich weiß, du möchtest noch hoch hinaus, aber merke dir eins: behandele andere Menschen niemals abwertend. Auch wenn du erfolgreicher, hübscher, klüger, reicher oder größer bist – absolut egal, jeder Mensch hat es verdient respektiert zu werden. Sei nie arrogant!“

Wenn Sie respektiert werden möchten, sollten Sie lernen anderen mit Respekt zu begegnen. In Deutschland ist Missgunst und Neid an der Tagesordnung. Kennen Sie folgende Dialoge?

  • „Wie geht es dir?“ – „Super! Ich habe jetzt drei Wochen Urlaub, ich bin die nächsten zwei Wochen in Spanien“ – „Oh du Arsch, ich muss arbeiten!“
  • „Schau mal, Klaus hat sich einen Lamborghini gekauft“ – „Wie kann er sich das leisten? Der ist bei seinem Chef bestimmt total der Speichellecker, für seine Karriere geht er über Leichen!“
  • „Ich hatte Samstag 5 Richtige im Lotto, habe € 10.000 gewonnen“ – „Du Penner, kannst mal ruhig was abgeben.“

Warum fällt es den Menschen so schwer sich für andere zu freuen? Macht es nicht viel mehr Freude anderen Menschen etwas zu gönnen und sich von deren Erfolg mal eine Scheibe abzuschneiden?

(Hinweis: Ich rede von Respekt, nicht von Ehrfurcht – also einer Begegnung auf einer Augenhöhe.)

Schon im ältesten Buch der Menschheitsgeschichte steht sinngemäß: „Behandle deine Mitmenschen so, wie du selber behandelt werden möchtest.“ Unseren Kindern bringen wir reimend bei: „Was du nicht willst, was man dir tut, das füg auch keinem anderen zu.“ Schön das zu sagen, aber Kinder lernen weniger das Gesagte, sondern viel mehr durch die Taten Ihrer Vorbilder. Und? Leben Sie es der nächsten Generation vor?

Das Thema für den Umgang mit Menschen verdient viele eigene Seiten, hier möchte ich Ihnen erst einmal einige schnelle Tipps mitgeben, die Sie einfach mal im Alltag berücksichtigen können – Sie werden merken, dass dadurch Ihre Lebensfreude automatisch drastisch zunimmt:

  • Seien Sie freundlich zu Ihren Mitmenschen, lächeln Sie sie an.
  • Konzentrieren Sie sich häufiger darauf anderen Menschen eine Freude zu machen. Das kann ein (kleines) Geschenk sein, ein Kompliment, ein Ratschlag, Aufmerksamkeit. Dinge, die nicht unbedingt Geld kosten.
  • Erkennen Sie die Leistung anderer Menschen an. Wenn jemand sehr erfolgreich ist, dann hat meist viel gelernt und lange dafür gearbeitet. Anstelle von Neid, gönnen Sie diesem Menschen seinen Erfolg. Fragen Sie ihn, ob er auch für Sie einige Tipps zur Hand hat.
  • Verurteilen Sie Menschen nicht zu schnell: Sie kennen deren Geschichte nicht, Sie wissen nicht, was diese durchmachen mussten oder gerade müssen.
  • Reden Sie über andere Menschen nur gutes. Wenn Sie nichts gutes über jemanden zu erzählen haben, dann schweigen Sie lieber.
  • Hören Sie auf mit Lästereien! Kümmern Sie sich um ihre eigenen Angelegenheiten. Wenn Sie etwas am anderen stört, dann gehen Sie zu ihm und machen ihm einen Verbesserungsvorschlag, aber erzählen Sie nicht anderen Leuten über etwas, was sie gar nichts angeht.

Passend zum letzten Punkt möchte ich diesen Artikel mit einer kurzen Anekdote beenden:

mein_eigener_kram

Wie ich lernte mich um meinen eigenen Kram zu kümmern:

Ich ging an der psychatrischen Klinik entlang, und hörte laufend die Patienten rufen:
„13… 13… 13…“

Ich wurde neugierig, aber der Zaun war mir zu hoch um drüber zu schauen. Als ich ein kleines Loch im Zaun entdeckte, schaute ich direkt durch um zu sehen, was dort vor sich geht.

Plötzlich stach mir einer der Patienten mit einem Stock direkt ins Auge! Dann fingen sie an zu rufen:
„14… 14… 14…“

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