Wer schreibt der bleibt

Immer wieder lesen Sie in meinen Beiträgen, oder auch in anderen Quellen, dass das aufschreiben von Zielen und Übungen wichtig ist. Warum ist das so? Worin besteht der Unterschied, ob ich ein Ziel in meinen Gedanken formuliere oder es schriftlich notiere?

Es gibt mehrere nachvollziehbare Gründe:

Vergesslichkeit:
Wir haben täglich wahnsinnig viele Dinge, über die wir nachdenken müssen. Unser Gehirn ruht nie wirklich, es hat immer etwas zu tun. Da ist es nur menschlich, dass wir nicht an jedem Gedanken dauerhaft festhalten können. Wenn wir unsere Gedanken aufschreiben, dann können wir uns diese immer wieder anschauen, durchlesen, in Erinnerung rufen. Außerdem sorgt das Aufschreiben als netter Nebeneffekt dafür, dass wir uns das Aufgeschriebene tatsächlich eher merken, weil wir es zusätzlich visualisiert haben. Kennen Sie es noch aus der Schule? Man hat am Abend vor der Prüfung anstelle von lernen einen Spickzettel geschrieben, den man später nicht brauchte, weil man sich durch das Aufschreiben plötzlich alles merken konnte. Merken Sie sich Dinge besser, indem Sie sie schriftlich formulieren.

Verbindlichkeit:
Aufgeschriebene Sätze werden von uns verbindlicher wahrgenommen. Wenn Sie sich ein Ziel aufschreiben und eine Deadline dafür setzen, ist dieses Ziel nicht nur für Sie in der Zukunft präsent, sondern theroretisch für jeden anderen auch. Sie wissen, dass Sie den Arbeitszettel mit Ihrem schriftlich formulierten Ziel irgendwann wieder anschauen und sich dabei selbst bewerten werden – und das weiß auch Ihr Unterbewusstsein, weshalb es Ihrem Ziel eine höhere Priorität zuordnet. Verpflichten Sie sich indem Sie Wichtiges schriftlich formulieren.

Durchdenken:
Häufig kann ein Gedanke im Kopf nicht zu Ende gedacht werden, wodurch wir manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen. Sie kauen auf einem Rätsel herum, wofür Sie einfach keine Lösung finden. Sobald Sie mit jemandem darüber sprechen und den Gedanken endlich ausformulieren, wird es Ihnen plötzlich klar. Häufig ergeben Gedankengänge auch einfach keinen Sinn, bis diese formuliert wurden (übrigens ist dies der Hauptgrund, weshalb den meisten Leuten das Beten so gut hilft). Hierbei hilft das Aufschreiben ungemein. Erstens denken Sie länger über einen Gedanken nach, weil Sie ihn aufschreiben, was nicht so schnell geht wie denken oder sprechen. Zweitens formulieren Sie alles aus und haben plötzlich deutlich mehr Klarheit über das Gedachte. Sortieren Sie Ihre Gedanken indem Sie diese schriftlich formulieren.

Realität:
Gedanken sind Energie und gehen somit nie verloren – dennoch können wir sie nicht mit unseren fünf Sinnen erfassen, weshalb der Verbleib eines flüchtigen Gedanken für uns Menschen nicht nachvollziehbar ist. So haben wir teilweise eine Eingebung, die allerdings leider so schnell verschwindet wie sie kam. Wenn Sie diesen Gedanken aussprechen, lässt er sich für uns auditiv erfassen, indem wir ihn hören. Jetzt hat dieser flüchtige Gedanke plötzlich eine ganz andere Gewichtung, weil wir ihn in die Realität, die von allen wahrgenommen werden kann, projeziert haben. Das gesagte ist real, dennoch nur temporär verfügbar, wenn wir es nicht gerade mit einem Diktiergerät aufgenommen haben. Wenn wir es aufschreiben ist es dauerhaft in der Realität verfügbar – wir haben unserem flüchtigen Gedanken in die Realität getragen, wo er ggf. noch in 200 Jahren verfügbar ist. So wird es auch von unserem Unterbewusstsein wahrgenommen. Schaffen Sie Realität indem Sie Ihre Gedanken schriftlich formulieren.

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