Wie Sie sich eine gute Work/Life-Balance schaffen

Der Begriff Work/Life-Balance wird in jüngster Zeit immer wichtiger. Seitdem das Burnout-Syndrom sich seinen Weg zur Volkskrankheit Nummer 1 bahnt, suchen immer mehr Menschen nach einer Möglichkeit Ihre Arbeit und Privates harmonisch unter einen Hut zu bringen. Mit der modernen Technik sind wir immer und überall für Geschäftliches erreichbar. Das Smartphone lässt pausenlos E-Mails von Kunden oder Nachrichten von Chef und Kollegen aufblitzen, wenn es nicht sogar gleich losklingelt. Wir fühlen uns zunehmend erschöpft, frustriert und laufen dennoch weiterhin in unserem Hamsterrädchen.

Wie viele andere stand ich auch schon vor der Situation nicht weiter zu kommen. Objektiv betrachtet lief alles bestens: Erfolg im Job, die Zahlen sind bestens, in der Freizeit immer Action – langweilig wurde mir nicht. Die Kehrseite der Medaille sah man erst auf den zweiten Blick: für den Erfolg war ich in ständiger Bereitschaft, Erreichbarkeit war selbst an Sonntagen und im Urlaub notwendig, mit hohen Zahlen wurden die Zielzahlen stets angehoben – immer mehr und mehr – ein Zahlendruck, dem man auf längere Sicht nicht gerecht werden kann. Zeit zum Entspannen ist nicht – durch die vielen Freizeitaktivitäten wird auch die letzte freie Minute verplant.

Nach einem zu erwartenden Burnout begann ich mich damit zu beschäftigen, wie mein Job mit den anderen Bereichen meines Lebens harmonieren kann – und ich rate wirklich jedem, das gleiche zu tun. Mittlerweile bin ich weiterhin erfolgreich im Job, von morgens bis abends entspannt und habe genug Zeit für Familie und Hobbies. Lesen Sie meine wichtigsten 6 Veränderungen, mit denen ich zu einer gesunden Work/Life Balance gekommen bin.

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  1. Wählen Sie eine Aufgabe, die Sie motiviert

Es ist nicht wichtig, ob Sie selbstständig oder angestellt sind – wichtig ist, dass Sie Ihre Bemühungen in etwas legen, das Ihnen etwas bedeutet. Warum? Weil es eine Menge Energie freisetzt. Sie werden nie eine gute Work/Life-Balance erhalten, wenn Sie demotiviert und frustriert in Ihrem Job sind, oder das Gefühl haben, dass das was Sie tun nur Zeitverschwendung ist. Wenn Sie nach so einer Tätigkeit endlich zu Hause ankommen, werden Sie keine Energie mehr über haben. Sie werden schlapp sein. Wenn Sie aber eine Arbeit haben, die Sie wirklich interessiert, dann wird diese Ihnen noch Energie geben. Sie werden generell wesentlich glücklicher in Ihrem Leben sein.

  1. Stehen Sie für sich selbst ein

Wir tappen häufig in die Falle, er allen um uns herum Recht machen zu wollen, was sehr konterproduktiv ist. Erstens lässt es uns unglücklich werden und zweitens schmälert es unseren Wert, den wir anderen entgegen bringen können. Finden Sie heraus, was Sie brauchen um der Beste zu werden, der Sie sein können. Einige brauchen beispielsweise 4-5 Mal die Woche Sport, oder regelmäßig eine Stunde Mediation, wiederrum andere benötigen ein Mittagsschläfchen und einige benötigen mehreres gleichzeitig. Wie Sie sich sicherlich vorstellen können, wird es immer jemanden geben, der Sie von diesen Aktivitäten abhalten möchte, wie bspw. der Lebenspartner, der mit Ihnen gerne einen Filmabend machen möchte anstelle Sie ins Fitness-Studio zu begleiten. Sie müssen lernen für Ihre Bedürfnisse einzustehen und sich nicht dafür zu rechtfertigen oder sogar zu schämen.

  1. Optimieren Sie Ihre Zeit im Flow

Ich habe immer mein Zeitmanagement so optimiert, dass ich mehr Stunden zum Arbeiten hatte, in dem Glauben, dass ich so mehr schaffen könnte. Ich hatte das Glück eines Besseren belehrt zu werden: wenn wir erst einmal im Flow sind, dann sind wir bis zu 10 Mal so effizient als wenn wir (halb-)abgelenkt schuften. Was ist ein Flow? Ein Flow (engl. Strömung) ist der Zustand, in dem Sie in eine Tätigkeit so versunken sind, dass Sie an nichts anderes denken – Raum und Zeit sind wie weggeblasen. Das ist ein wundervoller Zustand. Und wenn dieser erst vorbei ist, dann werden Sie überrascht feststellen, wieviel Sie erledigt haben!

Mittlerweile plane ich meinen Tag so, dass ich die größtmöglichen Chancen auf eine Flow-Zeit habe. Manchmal benötige ich dazu mittendrin einen Spaziergang im Park oder irgendeine andere erfrischende Pause. In meinen Augen ist es verantwortungslos keine Pause zu machen wenn Sie eine brauchen. Manchmal isoliere ich mich von anderen um in meinen Flow zu kommen, indem ich beispielsweise morgens im leeren Büro oder zu Hause arbeite.

  1. Arbeiten Sie mit einer „Heute“-To-Do-Liste

Dieses sehr einfache Tool bewirkt Wunder. Die meisten Menschen gestalten ihre To-Do-Listen so, dass sie alles notieren, was zu erledigen ist – sowohl kurzfristige, wie auch langfristige Aufgaben. Das ist natürlich gut um nichts zu vergessen und nicht alles im Kopf behalten zu müssen, aber jeden Tag damit zu arbeiten, kann Stress und ein Gefühl der Überwältigung erzeugen. Außerdem können Sie schnell Prioritäten aus den Augen verlieren.

Die Lösung: erstellen Sie am Vorabend oder gleich morgens eine Liste mit 2-3 Dingen, die Sie HEUTE erledigen möchten. Schreiben Sie nur Dinge auf, die auch wirklich wichtig sind, die Sie näher an Ihre wichtigsten Ziele bringen. Erledigen Sie diese Punkte noch vor dem Mittagessen und fühlen Sie sich gut dabei.

  1. Schreiben und Antworten Sie nie auf emotionale E-Mails

Das ist ein großer „Zeitverschwender“ an modernen Arbeitsplätzen: lange und emotionale E-Mail Korrespondenzen. Wenn Sie eine emotionale E-Mail erhalten, klicken Sie niemals auf „Antworten“. Rufen Sie die Person stattdessen an oder treffen sich mit ihr auf einen Kaffee. Sprechen Sie persönlich darüber. E-Mail ist ein grausames Kommunikationsmittel, wenn Emotionen mit im Spiel sind. Etwas, das zügig in einem 10-Minuten-Gespräch geklärt werden könnte, explodiert plötzlich wegen Missverständnissen und Fehlinterpretationen – und schon verlieren Sie sich darin den halben Tag total unnötige Energie raubende Konflikte zu klären.

  1. Gehen Sie einfach nach Hause

Ein Mentor sagte mir einmal: „Morgen ist auch noch ein Tag. Morgen bist du wieder da. Die E-Mails sind morgen auch noch da und der Schreibtisch kann auch morgen noch aufgeräumt werden. Geh jetzt heim.“

Dieser Mann hat es sich abgewöhnt zu glauben, dass die Welt untergeht, wenn eine Mail unbeantwortet bleibt, oder er mal eine Stunde eher das Büro verlässt. Er zieht einfach sein Ding durch und ist dadurch sehr glücklich und fröhlich, was auf Dauer eine gesunde und produktive Atmosphäre in der gemeinsamen Zusammenarbeit bringt.

Machen Sie nicht so viel Trara darum, das Büro zu verlassen. Tun Sie so, als würden Sie kur auf Toilette gehen. Stehen Sie auf und gehen durch die Tür. Sie werden in kürzester Zeit eh wieder da sein.

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